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Oberflächenveredelung für grenzenlose Farbvielfalt

Zur Veredelung von Oberflächen haben sich in den vergangenen Jahren zahlreiche neue Verfahren etabliert – und der Trend zu Neuentwicklungen geht ungebrochen weiter. Im Zuge der permanenten Innovationen in diesem Bereich stehen daher auch in der Lohnbeschichtung die Zeichen klar auf Outsourcing. Schließlich bietet sie den Auftraggebern doch die Möglichkeit, ihren Endkunden ohne eigene Investitionen in Spezial-Equipment hochwertig bearbeitete Produkte anbieten zu können. Dabei lohnt sich die Auslagerung an erfahrene Beschichtungsprofis bereits für Kleinserien und Einzelstücke, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Dies gilt auch für Vivacolor, das neue Beschichtungsverfahren von Jentner auf Basis eines lichthärtenden Acrylharz-Systems mit einem ungewöhnlich breiten Farbspektrum.

 

Zeit ist Geld: Diese alte, aber nach wie vor gültige Maxime gilt auch und gerade für Fertigungsunternehmen, deren Produkte eine spezielle Oberflächenbehandlung erfordern. So benötigen kostbare oder besonders empfindliche Teile einen wirksamen Schutz gegen Kratzer, Korrosion oder Verschleiß und werden erst mit einer effizienten Beschichtung zu besonders hochwertigen Stücken. Abgesehen vom hierfür notwendigen Zeitaufwand lohnt es sich ökonomisch gesehen für Unternehmen in vielen Fällen jedoch nicht, das notwendige Equipment selber vorzuhalten. Der Grund hierfür liegt vor allem in der kontinuierlichen Entwicklung neuartiger Methoden und Beschichtungsvarianten, allgemeinen Verbesserungen in der Prozesstechnik oder auch der steigenden Zahl an neuen Anlagen und Geräten für die Oberflächenbehandlung. Damit einher geht, dass die Hersteller selber oft nur in kleineren Serien fertigen, dabei aber mehrere Beschichtungsarten benötigen, oder ganz spezielle Anforderungen an die Veredelung stellen, für die ein eventuell vorhandenes Inhouse-Beschichtungssystem teuer ergänzt werden müsste.

 

Beste Veredelung im Auftrag des Kunden

Im Bereich der Galvanisierung, der Metallbeschichtung durch Elektrolyte, gehören unter anderem Unedelmetall-Beschichtungen wie etwa Glanz- und Velourverchromen oder chemisches Vernickeln zum Angebot spezialisierter Anbieter von Lohnbeschichtungs-Dienstleistungen. Des Weiteren umfasst es Legierungs- und Edelmetall-Beschichtungen wie beispielsweise Vergolden, Versilbern, Rhodinieren oder Platinieren. Um die jeweiligen Kundenanforderungen erfüllen zu können, kommen sowohl galvanische Handanlagen als auch prozessgesteuerte Galvanoautomaten zum Einsatz für die Gestell- und Trommelbearbeitung. Dadurch ist für eine optimale Oberflächenveredelung auf nahezu allen Metallen, für die verschiedensten Industrien und in gleichbleibend hoher Qualität gesorgt. Hinzu kommen Leistungen wie Polieren und Mattieren, außerdem Schichtstärkenmessungen, Korrosions- und Materialprüfungen. Allein die Fülle an Möglichkeiten verdeutlicht schon, dass es für die meisten Hersteller kaum zu leisten wäre, diese Varianten in Eigenregie durchzuführen und dabei stets auf dem neuesten Stand der technischen Entwicklung zu bleiben.

 

Innovation in Technologie und Entwicklung

So wie der Kreativität der beauftragenden Unternehmen keine Grenzen gesetzt sind, so kreativ und innovativ sind auch die Portfolios der Beschichtungs-Profis. Vor diesem Hintergrund verfügt die Jentner Group nicht nur über die notwendigen Anlagen und produziert die erforderlichen Elektrolyte, sondern entwickelt zudem kontinuierlich neue Veredelungsmethoden sowohl für dekorative als auch für technische Bereiche. Als Dienstleistungspartner unterstützt der Pforzheimer Spezialist namhafte nationale und internationale Unternehmen verschiedenster Branchen mit professionellen Metallbeschichtungen, so zum Beispiel Automotive, Medizintechnik, Sensortechnik sowie Luft- und Raumfahrt. Daneben entstehen unter anderem für Schiffsinterieur, Hotelausstattung, Sanitärherstellung, Schmuck und Uhren dekorative Beschichtungen.

 

Neuentwicklung aus der Jentner-Ideenschmiede

Mit Vivacolor präsentiert Jentner nun das aktuellste Beispiel des stetig wachsenden Portfolios an Eigenentwicklungen. Kern des Verfahrens ist dabei ein lichthärtendes High-End-Acrylharz zum partiellen Auftragen von Farbschichten, das über eine besondere Aufbereitung Verbund, Formstabilität und Glanz in idealer Weise miteinander verbindet. Zu den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten zählen beispielsweise die Gestaltung von Uhren und Schmuckteilen oder dekorativer Designs, Logos und Schriftzüge, die farbige Kennzeichnung technischer Werkzeuge sowie als Reparatur- und Ergänzungsmaterial bei ausgebrochenen Stellen.

 

Alle Farben des Regenbogens

Der Vorteil von Vivacolor liegt vor allem in einer nahezu unendlichen Farbenvielfalt, die sich für sehr kreative Einsätze eignet: Wie in einem Wasserfarbkasten können die Farben beliebig gemischt werden und decken so das Spektrum eines kompletten Regenbogens ab. Gleichzeitig ist es möglich, über die Zugabe von Pulverpigmenten spannende Effekte wie Glitzer und Glimmer zu erzielen. Die Härtung erfolgt unter Blaulicht bei einer Wellenlänge von 450 bis 490 Nm und damit deutlich augenschonender als bei UV-Licht; bei der Bearbeitung tritt auch keine Wärmebelastung ein, so dass bei wertvollen Teilen die Gefahr einer Verformung oder Spannung minimiert wird. Da Vivacolor teilweise bereits schon durch Tages- oder Kunstlicht aushärtet, arbeitet Jentner in geschützten Gehäusen, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Ein weiterer Vorzug des Verfahrens ist die gute Handhabung aufgrund der Fließfähigkeit – die Farben lassen sich dadurch besonders leicht auftragen und auch in schmale Rillen verteilen. Mit Vivacolor bearbeitete Stücke sind zudem im Gegensatz zu emaillierten widerstandsfähiger, da die aufgetragenen Schichten nicht so leicht brechen, wenn ein Stück zu Boden fällt.

Grundsätzlich eignet sich das neue Verfahren für alle metallischen Werk- und klebbaren Kunststoffe, aber auch die Verwendung mit nichtmetallischen Werkstoffen wie zum Beispiel Holz ist denkbar oder sogar das Auftragen als eigenständig tragende Schicht. Vor der Verarbeitung steht jeweils die Reinigung und/oder Entfettung des zu beschichtenden Stücks mit Ultraschall, um Oxidationen und Schmutz zu entfernen und damit den chemischen Verbund auf ein Optimum zu steigern. Im Anschluss wird zunächst ein Aktivator in einer dünnen Schicht auf den jeweiligen Werkstoff aufgetragen, danach der Bond in einer weiteren Schicht. Nach einer ersten Härtung mit Blaulicht folgt die Bearbeitung mit Vivacolor in gleichmäßig verteilten dünnen Schichten, die ebenfalls unter Blaulicht jeweils für ein bis drei Minuten gehärtet werden. Die Verarbeitungszeit liegt dadurch je nachdem, wie aufwändig das Dekor ist, zwischen wenigen Minuten und einer halben Stunde. Den Abschluss für ein optimales Finishing der Oberfläche bilden Drehen, Fräsen, Schleifen und Polieren.

 

Durchgängig hohe Qualität für Einzel- und Serienstücke

Mit dieser Eigenentwicklung bietet Jentner seinen Kunden in der Lohnbeschichtung ein überaus kreatives System mit einem breiten Spektrum an Farben, wie sie bei der diesbezüglich begrenzten galvanischen Oberfläche in dieser Form nicht möglich sind. Durch das langjährige Know-how der Mitarbeiter ebenso wie durch das verfügbare umfangreiche Equipment ist dabei gewährleistet, dass die jeweiligen Werkstoffe optimal bearbeitet werden – sowohl wenn es sich um spezielle Einzelstücke handelt, etwa von Goldschmieden, als auch bei Serien mit einer höheren Stückzahl, die durchweg dieselbe hohe Qualität haben.

Entsprechend positiv fällt daher auch das Urteil von Kunden aus, die bereits erste Stücke mit Vivacolor haben bearbeiten lassen, darunter Unternehmen aus dem dekorativen Bereich der Schmuckbranche. Sie belegen, dass Jentner mit seinem selbst entwickelten Verfahren im Lohnbeschichtungs-Umfeld weiterhin auf dem richtigen Weg ist.

 

 

 

Autorin: Sabine Sturm, ars publicandi GmbH